Gemäss den Submissionsgrundlagen vom 3. Mai 2001 muss nach Abschluss der Erschliessungsarbeiten im Quartierplangebiet Alvra ein vollständiger Plansatz des ausgeführten Bauwerkes der Gemeinde übergeben werden. Speziell für die Nachführung des Leitungskatasters werden die Angaben, nach Möglichkeit in digitaler Form, benötigt. Die Bietergemeinschaft Edy Toscano AG/Reto Kienast wurde im August 2009 ersucht, die Unterlagen bis Ende Oktober 2009 an die Gemeindeverwaltung zu liefern. Weil dies bisher nicht erfolgt ist, wird die Bietergemeinschaft nochmals schriftlich aufgefordert, die für die Nachführung des Leitungskatasters notwendigen Angaben bis zum 30. August 2010 zu liefern. Sollte dies nicht der Fall sein, werden die Ortungs- und Vermessungsarbeiten der Wasser- und Abwasserleitungen innerhalb des Quartierplangebietes Alvra zulasten der Bietergemeinschaft ausgeführt.
3) Alpwesen
· Anlässlich einer Kontrolle der Feuerpolizei Graubünden wurden in der Alp Alesch diverse Mängel festgestellt. Die geplanten Umbauarbeiten der Alp Alesch werden voraussichtlich nicht in diesem Jahr erfolgen, so dass die Mängel unabhängig von den Umbauarbeiten behoben werden müssen. Der Vorstand beschliesst, die erforderlichen Unterhaltsarbeiten im Betrag von rund Fr.4‘000.-- sofort ausführen zu lassen.
· Der Vieheinfang auf der Alp Hospiz befindet sich in einem sehr schlechten Zustand. Dieser wird weiterhin benötigt und sollte so saniert werden, dass Vieh direkt mit Lastwagen auf der Alp Hospiz im Frühsommer entladen und im Herbst beladen werden kann. Nach Vornahme diverser Abklärungen kann der Bau des Einfangs voraussichtlich im Juli/August 2010 erfolgen.
· Während den letzten Jahren ist die bestehende Wasserleitung zum Brunnen oberhalb der Alp Hospiz immer wieder durch Rüfen überschüttet worden. Die Leitung samt Wasserfassung ist dabei komplett zerstört worden. Geplant sind eine einfache Wasserfassung am Hangfuss, eine oberirdische Wasserleitung sowie ein neuer Brunnen im Einfang. Die Kosten für die provisorische Variante werden auf Fr. 6'000.-- geschätzt. Im Interesse der Sache wird entschieden, die provisorische Wasserleitung erstellen zu lassen.
· Die Einzäunung beim Reservoir Arschaida befindet sich in einem schlechten Zustand. Der Gemeindevorstand beschliesst die Einzäunung für rund Fr.6‘000.-- instandstellen zu lassen.
· Bei der Alp Müsella ist der bestehende Zaun im Bereich der Alphütte in Ordnung zu bringen. Die Sanierungsarbeiten der 150 Laufmeter und der zwei Durchgänge betragen rund Fr. 7‘000.--, wobei die Helitransporte noch hinzukommen. Auch in diesem Falle wird entschieden, die Sanierungsarbeiten ausführen zu lassen.
4) Anfragen des Vereins VivLaPunt
Anlässlich der diesjährigen Generalversammlung des Vereins VivLaPunt wurde beschlossen, mit der Bitte an die Gemeinde zu gelangen, drei Ausbauten von Wanderwegen zu realisieren, welche sehr attraktive Rundwanderungen in La Punt ermöglichen. Die drei vorgeschlagenen Varianten werden mit folgender Begründung abgelehnt:
Vorschlag 1: Schiessstand Chamuera – God Fainchs
Vom Schiessstand Chamuera nach God Fainchs hat es bereits einen Begehungsweg. Dieser ist zwar steil, kann aber gut begangen werden. Auch ein Ausbau zu einem Wanderweg würde das steile Stück nicht flacher machen. Eine neue, flachere Linienführung ist geprüft worden, führt jedoch durch vernässtes Gebiet.
Vorschlag 2: Alp Müsella – Alp Burdun
Die ganze linke Seite der Val Chamuera befindet sich in der Alpinen Ruhezone. In dieser Zone sind die Wege weder signalisiert noch im Inventar der Wanderwege BAW enthalten. Der bestehende Weg kann gut begangen werden. Eine Aufnahme ins BAW Wanderweginventar hätte zur Folge, dass alle steilen Passagen mit Seilen gesichert werden und alle Bachübergänge mit Brücken oder Stegen versehen werden müssten. Im Val Malat müssten Stege wegen den Lawinen jeden Herbst entfernt und im Frühjahr wieder montiert werden. Der Ausbau des bestehenden Weges zu einem Wanderweg wäre schade und entspricht nicht dem Ziel der Alpinen Ruhezone.
Vorschlag 3: Gianda Grossa – Arschaida
Von der Kantonsstrasse führt ein gut ausgebauter Weg bis zum Friedhof Madulain. Dieser Weg endet jedoch an der Gemeindegrenze zu La Punt Chamues-ch. Früher wurde dieser Weg für landwirtschaftliche Zwecke benötigt. Heute hat dieses Wegstück keine Funktion. Der vorgeschlagene neue Weg vom Friedhof Madulain bis zum Waldweg Arschaida würde durch ein sensibles Einstandsgebiet des Wildes führen. Besonders während der Dämmerungszeit würden Wanderer, Biker und Walker dem Wild das Äsen auf den Wiesen verunmöglichen.
Radweg La Punt Bever
Beim Radweg Richtung Bever wird festgehalten, dass aufgrund diverser Beanstandung die Gemeindevorstände von Bever und La Punt Chamues-ch sich im letzen Jahr getroffen und über den Radweg diskutiert haben. Es wurden verschiedene Ausbauvarianten geprüft, welche allerdings vom geplanten Inn-Renaturierungsprojekt der Gemeinde Bever abhängig sind. Die Gemeindevorstände haben daher beschlossen, den bestehenden, einfachen Mountainbikeweg momentan so zu belassen und im Rahmen von ordentlichen Strassenunterhalten periodisch zu reinigen, die Schlaglöcher aufzufüllen und das Wasser so gut wie möglich abzuleiten.
17. Mai 2010 Der Aktuar/un